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  Afghanistan
 


Afghanistan

Afghanisches Haschisch gilt weltweit als     DAS schwarze Hasch schlechthin! Wie auch in vielen anderen Staaten Asiens hat der Anbau von Cannabis eine lange Tradition, die schon einige Hundert Jahre zurückliegt. Und auch die Herstellung von Haschisch ist schon seit langer Zeit verbreitet, hat sich mit dem entstehenden Schmuggel im großen Stil aber deutlich verändert.

Als beste Anbaugebiete gelten die Regionen Mazar-y-Sharif und Balkh im gebirgigen Norden des Landes.
Afghane wird aus etwas kleineren, buschigen Indicas gewonnen. Die Felder werden teilweise von schwer bewaffneten Söldnern bewacht. Zur längeren Lagerung reibt man das Haschisch oft mit Ziegen- oder Hammelfett ein; zu seiner Herstellung wird ebenfalls Wasser bzw. Tee benötigt.


          Welcome to Afghanistan!

Als erstmals in den 60ern in Europa von erstklassigem Dope aus Afghanistan berichtet wurde, sprachen die Augenzeugen von vielen verschiedenen Sorten: gräuliche Siebungen aus dem Norden, rötliche Sorten aus dem Süden und sogar blonde Varianten, die dem Pollen aus Marokko ähnelten. Für die Provinz Mazar-y-Sharif waren schwarze, lange Würste typisch, was bis heute noch die Art von Afghanen ist, an welche die meisten Menschen wohl zuerst denken werden. Haschisch war ein beliebtes Gastgeschenk für die ersten Touristen. Zunehmend wurde aber auch ungepresstes Haschpulver an Schmuggler verkauft, das dann mittels Streckmitteln zu Pucks weiterverarbeitet wurde (am meisten an den Grenzregionen zu Pakistan).


  Händler in den 60ern (Mazar-y-Sharif)

Cannabis und Haschisch waren in Afghanistan bis in die 70er Jahre legal und auch ausdrücklich erwünscht. Traditionell konnte Rauchware in Teehäusern (Chai Khana) konsumiert und erworben werden. Wenn die Teekocher (Samowar) mit bunten, perlenartigen Verzierungen ausgestattet waren, hieß das, es handelte sich um ein raucherfreundliches Lokal.
Unter der Herrschaft von König Zahir Shar, die von 1933 - 1973 andauerte, wurde der Cannabisanbau und die Herstellung von Hasch gefördert. Außerdem herrschte in diesen 40 Jahren durchgehend Frieden im Land.


              Weedfarmer bei Mazar-y-Sharif

Der Schmuggel im großen Stil nahm in den späten 60ern und 70ern stark zu. Vorallem die Schmuggler-Bande "Brotherhood of Eternal Love" aus den USA beförderte Ware im großen Stil in die 
1. Welt. Aber auch König Zahir Shar selbst soll in seinem Privatflugzeug hunderte Kilo von Haschisch nach Italien befördert haben, wenn er wegen politischen Angelegenheiten nach Europa flog. Wer würde auch das Privatflugzeug eines Staatschefs kontrollieren!?


 Schwarzer Afghane aus Kabul

Im Jahr 1973 wurde der König von seinem Schwager Muhammed Daoud gestürzt. Der neue Regierungschef nahm Fördergelder zur Drogenbekämpfung von den USA in der Höhe von fast 50 Mio. 
US-Dollar an und ließ auch Taten folgen. 
Erst wurden Briefe an die Dörfer verteilt, in denen das Verbot von Cannabis bekannt gegeben wurde. Die meisten Dorfbewohner ließen sich davon aber nicht beeindrucken und bauten weiterhin an. Kurz darauf besuchten allerdings große Polizeitrupps die nördlichen Dörfer, brannten Felder nieder und gingen nicht gerade zimperlich mit den Bauern um. Natürlich kam es auch zu vielen Verhaftungen. 
Bis 1975 verschwand ebenfalls der Verkauf von Hasch aus den Teehäusern. Angebaut und exportiert wurde allerdings weiter, wenn auch nun eher im Süden des Landes. Man darf nicht vergessen, dass teilweise ganze Dörfer mit der Haschisch-Produktion ihren Lebensunterhalt verdienten. Der Schmuggel verlagerte sich aber von Harzpulver immer mehr zu Haschisch-Öl, da dieses noch konzentrierter war.


      Afghane mit Wasserpfeife

Im Jahr 1979 besetzte die Sowjetunion das Land militärisch und Afghanistan wurde zum Spielplatz des Kalten Krieges zwischen Ost und West. Während der Besatzung wurde zwar auch Hasch angebaut, die Widerstandskämpfer der Mudjaheddin begannen aber langsam auf den Anbau von Opium umzusatteln. Heroin lag Ende der 70er voll im Trend und war finanziell noch um einiges lukrativer. 
Im Jahr 1986 waren in Amsterdam und den USA die Vorräte von afghanischem Harzpulver angeblich vollständig aufgebraucht. 
In dieser Zeit lieferte Nachbar Pakistan ein sehr ähnliches Ersatzprodukt, das in der Qualität allerdings meist nicht ganz mithalten konnte.


  beschlagnahmter Afghane, geschmuggelt in Mandeln

Der Krieg mit der Sowjetunion war 1989 offiziell vorbei und endete mit einer Niederlage der Sowjets. Die verschiedenen Gruppierungen der Mudjaheddin begannen sich aber kurz darauf gegenseitig zu bekämpfen, was in einen Bürgerkrieg mündete. 1995 eroberte die radikal-islamistische Taliban (von Pakistan aus) das Land und führte unglaublich strenge, konservative Gesetze ein. Musik, Kunst und Fernsehen wurden verboten, Männer mussten Bärte tragen und Frauen Burkas. Frauen wurde sogar der Schulbesuch und das Recht auf Arbeit untersagt. 
Lediglich ein kleiner Teil im Norden des Landes stand nicht unter Herrschaft der Taliban. Um 2000 war Hasch aus Afghanistan kaum noch erhältlich, da die Taliban von Amerika für die Vernichtung der Felder bezahlt wurde. Wieder einmal musste Pakistan für Ersatz-Schwarzen herhalten.


     Schlafmohn - Afghanistans Exportprodukt Nr. 1

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 startete die USA eine Invasion in Afghanistan, um Osama bin Laden zu finden. Dabei wurde die Taliban auch gleich von der Regierung verdrängt. Eine Übergangsregierung wurde gebildet (inkl. ehemaliger Mitglieder der Mudjaheddin) und 2004 kam es erstmals zu demokratischen Wahlen. Durch starke Truppenpräsenz aus Europa und den USA konnte die Lage als einigermaßen stabil bezeichnet werden. 

Seit 2005 beginnt die Taliban aber damit, Gebiete erfolgreich zurückzuerobern und der Bürgerkrieg setzt sich fort. Der Krieg wird beidseitig mit Heroin und Haschisch finanziert und somit ist wirklich guter Afghane auch wieder sehr häufig zu finden. Und das Heroin in Ö/De stammt sowieso zu mindestens 90% aus Afghanistan und ist am Markt in Überfluss vorhanden. Im Jahr 2007 war die      Heroin-Nachfrage geringer als das Angebot.
Und auch in Bezug auf Haschisch hat Afghanistan 2007 erstmals mehr Haschisch produziert als Marokko.


          "Freedom Afghane" der Nördlichen Allianz

Wer mit seinem Geld nicht die Taliban unterstützen möchte, sollte seine Augen offen halten nach Freedom Hasch. Es ist ein Produkt der Nördlichen Allianz und hat den Slogan "Freedom of Afghanistan" im Logo stehen. Haschisch kaufen und gleichzeitig politisch handeln, genial!

 
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